Unsere Vision und unser Weg

"Stell dir vor"

Stelle Dir eine Gemeinschaft vor, in der du herzlich willkommen bist.
Wir begegnen einander auf Augenhöhe: Kindern und Erwachsenen,
Alten und Jungen. Wir leben ein wertschätzendes, herzzentriertes und
authentisches Miteinander, bereichern uns gegenseitig, halten
Widersprüche aus und lösen auftretende Konflikte gewaltfrei. Wir
werden auch Fehler machen, Umwege nehmen, daraus lernen und neu
experimentieren. Wir sind bereit, Selbstverantwortung zu
übernehmen und uns immer wieder zu reflektieren.
Unsere universell-spirituelle Ausrichtung zeigt sich darin, dass
wir z.B. mit Tänzen und Gesängen aus allen Traditionen feiern,
Universelle Gottesdienste und Jahreskreisfeste veranstalten und
weitere gemeinsame Rituale kreieren. Ein Tempel der Einheit
(Unitheum) und weitere Plätze in der Natur dienen als Kraftorte.
Menschen unterschiedlichster spiritueller Wege
leben in der Gemeinschaft und besuchen sie.
Unsere Gemeinschaft ist in die Natur eingebettet. Getragen von
Mutter Erde leben wir in Kontakt und in Verbindung mit der Natur.
Die Gemeinschaft ist ökologisch, enkeltauglich und auf
Nachhaltigkeit hin ausgerichtet. Wir wenden z.B. die Prinzipien der
Permakultur an, wollen uns teilweise selbst versorgen und treffen
bewusste Ernährungsentscheidungen.
Es gibt verschiedene Gemeinschaftsräume: z.B. einen großen Raum für
gemeinsame Begegnungen und Feiern, Seminarräume, Räume für
Kreativität, Heilbehandlung, Retreat, Musik, eine Werkstatt und
Vieles, was sich organisch entwickeln wird.
Jede/r ist für den eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich,
es wird einige Arbeitsplätze in der Gemeinschaft geben.
Wir streben ein solidarisches Miteinander an (keine Kommune).
Wir werden schwerpunktmäßig in Hessen, Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz und Teilen von Niedersachsen suchen.

Unsere ausführliche Vision

Wir wollen eine Lebensgemeinschaft aufbauen,
die universell-spirituell orientiert ist,
die ökologisch und nachhaltig lebt und wirtschaftet
und in der ein herzzentriertes, wertschätzendes und authentisches Miteinander besteht.

Bewusstes und wertschätzendes Miteinander

Unsere Lebensgemeinschaft ist ein lebendiger Ort des Wachstums und der Weiterentwicklung. Wir begegnen einander auf Augenhöhe: Kindern und Erwachsenen, Alten und Jungen. Wir gehen bewusst, achtsam und wertschätzend miteinander und mit uns selbst um und kommunizieren gewaltfrei, herzzentriert und authentisch (wir wenden z.B. die gewaltfreie Kommunikation und andere achtsame Kommunikationsformen an.) Wir wollen eine innere Haltung des Sehens mit dem Herzen sowie eine Praxis der Dankbarkeit entwickeln. Daneben sind uns Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und menschliche Wärme wichtig.

Gegenseitige Bereicherung
Gemeinsam feiern wir das Leben in all seinen Facetten. Wir schaffen eine Lebensweise der gegenseitigen Würdigung und Anerkennung, damit unser Potential sich entfalten kann. Wir bereichern uns gegenseitig und schauen immer wieder auf das Verbindende und die Qualitäten, die sich im Anderen und uns zeigen. Wir halten Widersprüche aus und wollen lernen, unterschiedliche Standpunkte als Bereicherung zu sehen und sie kreativ zu nutzen. Wir erinnern uns immer wieder daran, uns für den Raum des Herzens zu öffnen, seiner Weisheit, Wärme und seinen unendlichen Möglichkeiten. Zu bestimmten Themen arbeiten wir auch in Frauengruppen und Männergruppen, um dann die Ergebnisse zusammenzubringen.

Selbstverantwortung
Wir sind bereit, Selbstverantwortung zu übernehmen, uns als ganzen Menschen zu zeigen und uns immer wieder zu reflektieren. Es ist persönliches Wachstum für jede/n möglich, und wir unterstützen uns gegenseitig darin. Wir wissen um die (göttlichen) Qualitäten, die durch uns wirken – und wir wissen um unsere eigene Unvollkommenheit: Wir sind auf dem Weg, werden auch Fehler machen, Umwege nehmen, Rückschritte erleben, immer wieder experimentieren und Neues lernen. Ein bewusstes Hinterfragen unserer eigenen Gedanken, Gefühle und Taten gehört zu unserem Weg. Wir wollen mit den Schwächen von anderen und von uns verständnisvoll umgehen.

Konstruktive Konfliktlösung
Auftretende Konflikte lösen wir konstruktiv und gewaltfrei. Im Konfliktfall übernehmen wir Verantwortung für unsere eigenen Gefühle und geben die Schuld dafür nicht den anderen. Dies bedeutet Arbeit an uns selbst, die manchmal auch schmerzhaft sein kann. Wenn nötig, holen wir uns Hilfe von außen.

Die universelle spirituelle Ausrichtung

Die Gemeinschaft hat eine universelle spirituelle Ausrichtung. Menschen unterschiedlichster spiritueller Wege leben in der Gemeinschaft. Jede/r ist frei, seinem eigenen inneren Weg zu folgen. Gemeinsam verbindet uns das Wissen um die essentielle innere Einheit aller spirituellen Wege und religiösen Traditionen. Zugleich würdigen wir die Schönheit und den Reichtum dieser vielfältigen inneren Wege.

Wir verstehen jedes Wesen und jedes Geschaffene als äußerer Ausdruck der ihm innewohnenden lebendigen göttlichen Gegenwart. Durch gemeinsame universelle Rituale, Meditationen und Feste stärken wir unsere Anbindung an die Eine Quelle, welchen Namen diese Quelle auch immer haben mag, und stärken ebenso unsere Verbindung und Gemeinschaft miteinander. Zu diesen gemeinsamen Ritualen, Meditationen und Festen, deren Besuch freiwillig ist, gehören:

  • Sitzen oder Sein in Stille
  • (universelle) gemeinsame Meditationen
  • Universelle Tänze des Friedens aus allen Traditionen
  • Spirituelle Gesänge
  • Universelle Gottesdienste
  • Handkreis vor unseren Zusammenkünften in Stille: innerlich mit den Herzen verbinden und sich für den jetzigen Moment öffnen
  • Ritual vor dem gemeinsamen Essen z.B. gemeinsames Singen
  • Abschlussritual
  • Jahreskreisfeste und Feste zu besonderen Anlässen
  • Rituale zur tiefen Verbindung mit der Erde
  • Austausch über spirituelle Praxis

Daneben wird es auch spezielle Meditationen, Rituale oder Feste geben (je nachdem, wer etwas anbieten mag): z.B. schamanische Rituale, vedische Feuerzeremonie, Yoga, christliche Kontemplation, buddhistische oder Sufi-Meditationen.

Als Ausdruck und Verkörperung der essentiellen inneren Einheit aller spirituellen Wege wird es einen Meditationsraum geben, einen Tempel der Einheit (Unitheum). Dieser Tempel und weitere Plätze in der Natur dienen als Kraftorte. Später ist ein eigenständiges sakrales Gebäude als Tempel der Einheit geplant.

Die ökologische Ausrichtung

Die Gemeinschaft lebt und wirtschaftet ökologisch, nachhaltig und enkeltauglich. Wir wenden unter Anderem die Prinzipien der Permakultur an: „Sorge für die Erde. Sorge für die Menschen. Begrenze Konsum und Wachstum und teile Überschüsse.“ Wir streben einen geringen ökologischen Fußabdruck an.
Ein großer ökologischer Naturgarten für Obst, Gemüse, (Heil)kräuter und Blumen ermöglicht eine weitgehende Selbstversorgung. Auch zugekaufte Lebensmittel kommen aus biologischem Anbau. Ein eigener Brunnen dient, wenn möglich, der Wasserversorgung.
Wir möchten in Kooperation mit Tieren leben, d.h., dass wir darauf achten, welchen Raum die Tiere brauchen (z. B. damit sich Vögel ansiedeln) und welche Tiere mit uns zusammen leben können.

Die Zusammensetzung der Gemeinschaft

In der Gemeinschaft leben Menschen aller Altersstufen. Sie ist ein Ort für Kinder und für die Jugend, ein Ort für Alleinstehende, Paare und Familien und ein Ort für alte Menschen. In der Gemeinschaft leben Menschen unterschiedlicher Religionen bzw. spiritueller Ausrichtungen. Die Gemeinschaft heißt Gäste aus aller Welt willkommen.

Die Anforderungen an den Ort
Wir wünschen uns einen Ort, der in die Natur eingebettet ist und gleichzeitig eine gute Bahn- und Verkehrsanbindung hat. Der Ort sollte ruhig liegen und möglichst strahlungsarm sein. Zurzeit suchen wir schwerpunktmäßig in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Teilen von Niedersachsen.
Den Ort finden wir und entscheiden gemeinsam.
Der Ort bietet ausreichend Platz, um bis zu 50 erwachsene Menschen plus Kinder ein Zuhause zu bieten. Gleichzeitig gibt es ausreichend Platz für die Gemeinschaftsräume, die Gemeinschaftsflächen, den Gemüseanbau, die naturbelassenen Flächen sowie für Gäste und Besucher. Als weitere Infrastruktur benötigen wir eine schnelle Internetverbindung.

Das gemeinsame Grundstück

Unsere Gemeinschaft ist in die Natur eingebettet. Getragen von Mutter Erde leben wir in Kontakt und in Verbindung mit der Natur. Ein Gewässer befindet sich in der Nähe oder auf dem Grundstück (z.B. ein Bach oder Feuerlösch- bzw. Badeteich). Auf dem gemeinsamen Grundstück gibt es viele verschiedene Laub- und Nadelbäume, Büsche und Sträucher. Der „Dienst am Ort“ ist uns wichtig.

Die gemeinsamen Gebäude und das Wohnen

In der Gemeinschaft gibt es verschiedene Gemeinschaftsräume. Es gibt einen großen Raum oder ein Seminarhaus für gemeinsame Begegnung, zum Feiern gemeinsamer Feste, zum Tanzen, für kulturelle und für organisatorische Treffen. Es ist ein großer gemeinsamer Raum und Zentrum für viele
Aktivitäten. Daneben gibt es einen Meditationsraum (der Tempel der Einheit) für gemeinsame Meditationen, spirituelle Gesänge, Konzerte und Tänze sowie für sakrale Feiern. Es gibt eine große Küche oder Wohnküche, die zum gemeinsamen Essen und Kochen einlädt, z. B. einmal am Tag. Draußen gibt es einen großen Versammlungsplatz mit Feuerstelle.

Mit zunehmender Größe der Gemeinschaft und im Einklang mit unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten können z.B. folgende Gebäude und Ideen nach und nach realisiert werden:

  • Seminarhaus mit Gästezimmern zum Vermieten
  • Café (um die Gemeinschaft nach außen zu öffnen)
  • Retreaträume für Stille, Rückzug und Auszeiten – für Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft
  • Heilräume bzw. Heilhaus für Heilbehandlungen
  • Spielplatz mit Schaukel, Sandgrube und Baumhaus (nicht nur für Kinder)
  • Räume für Kreativität: Musikraum, Werkstatt, Bewegungsraum
  • eine Bühne für Veranstaltungen
  • Arbeitsräume (ruhig gelegen)
  • Essensräume für Essen in Stille
  • Kamin/Naturfeuer im Raum
  • Sauna bzw. Erdhütte/Schwitzhütte
  • Komposttoiletten
  • Regenwassernutzung
  • eigene (z.B. teilweise) Stromversorgung
  • Duftrosengarten
  • begehbares Labyrinth

Wir möchten für die Gebäude und Räume auf möglichst natürliche Baustoffe zurückgreifen und den Elektrosmog möglichst gering halten. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, möglichst wenig Energie zu verbrauchen und wir achten darauf, den Energieverbrauch gering zu halten bzw. sparen Energie ein, wo es möglich ist.

Wir schaffen ein gemeinsames Zuhause zum Wohlfühlen, dabei werden die Wohnmöglichkeiten vielfältig sein (z.B. sind auch Stroh-Lehmhäuser, Häuser aus Recyclingmaterial (Earthship), Baumhäuser möglich). Es wird auch Platz geben für z.B. Bauwägen, Jurten, Tipis, Tiny Houses, Wohnmobile oder kleine Wochenend-Holzhäuser und Zelte. Bei der Gestaltung der Gebäude und Räume sind uns auch Schönheit und Ästhetik wichtig. Das Anwesen wird ein Ort der Kraft sein, der durch die Menschen, den Ort und die Gestaltung der Gebäude lebendig gehalten wird.

Organisation des Gemeinschaftslebens

Seit September 2017 gibt es regelmäßige Gemeinschaftstreffen, derzeit ca. alle 2 Monate für ein Wochenende (und ein Mal jährlich auch länger). Bei diesen Treffen setzen wir ein bewusstes und wertschätzendes Miteinander um, lernen uns näher kennen, arbeiten weiter an dem Gemeinschaftsprojekt und leben unsere universelle Spiritualität. Zum Austausch zwischen den Treffen gibt es 2 Mal im Monat Telefonkonferenzen. Darüber hinaus haben wir verschiedene Arbeitsgruppen zu den anstehenden Themen.

Als Organisationsform stehen zurzeit das Modell einer Stiftung bzw. einer Genossenschaft zur Diskussion. Wir werden nicht als Kommune wirtschaften.
Bei dem späteren Zusammenwohnen in der Gemeinschaft wird es auch regelmäßige Gemeinschaftstreffen geben (z.B. 1 Abend pro Woche). Wir verpflichten uns, an diesen teilzunehmen.
Die Lebensgemeinschaft bietet eine hohe Lebensqualität. Eine Mitarbeit in der Gemeinschaft (z.B. in der Küche, im Garten, Gemeinschaftsräume putzen, als Hausmeister, zur Organisation der Gemeinschaft, Pressearbeit, bei der Kinderbetreuung, beim Hausbau, …) von z.B. 2-5 Stunden pro Woche ist notwendig, um gemeinschaftliche Aufgaben zu erfüllen. Uns ist bewusst, dass eine gesunde Balance zwischen dem Gestalten der Gemeinschaft und
individueller Freiheit wichtig ist.

Für die Entscheidungsfindung in der Gemeinschaft orientieren wir uns an bewährten Methoden der Gemeinschaftsbildung und probieren neue Formen aus. Zurzeit arbeiten wir viel mit dem systemischen Konsensieren.

In der Gemeinschaftsküche wollen wir vegetarisch und vegan kochen. In privaten Räumen kann in Abstimmung mit der Wohngemeinschaft auch nicht-vegetarisch gekocht werden.

Zur Organisation unseres Gemeinschaftslebens gehört auch ein möglichst autofreies Gelände. Um den Elektrosmog möglichst gering zu halten, sind Gelände und Gebäude grundsätzlich WLAN-frei. Aus diesem Grund sollen auch Smartphones nicht im Gemeinschaftsbereich genutzt werden, sondern nur auf einen dazu ausgewiesenen Platz bzw. im Privatbereich nach Absprache. (Für Handys gibt es berufsbedingte und ggf. auch private Ausnahmen.)

Wir möchten auch in der bestehenden Gemeinschaft weiter träumen und uns als Gemeinschaft weiterentwickeln.

Gemeinschaftliches Wirtschaften

Wir legen Wert auf ein solidarisches Miteinander und streben an, nach der Gemeinwohlökonomie zu wirtschaften. Dabei wollen wir ökonomische Strukturen immer wieder reflektieren. Wir wollen einen neuen Umgang mit Geld lernen und formen. Ein Ausdruck unseres solidarischen Miteinanders könnte z.B. eine freiwillige Kultur des Schenkens sein.

Jede/r ist für den eigenen Lebensunterhalt selbst verantwortlich. Die Gemeinschaft schafft bei ausreichender Größe für einen Teil der Bewohner Arbeitsplätze und damit die Möglichkeiten zum Geldverdienen auch als Lebensgrundlage (z.B. als Gärtner/in, Koch/Köchin, im Seminarbetrieb, im
Café, in der Betreuung von Menschen mit Behinderung).

Bei allen Projekten und Aktionen achten wir darauf, dass diese den Menschen dienen. Wir möchten Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges Wirtschaften etablieren. Dazu gehören: eine konsequente Müllvermeidung, die Wiederverwendung von Materialien, Tauschbörsen für Kleidung, Bücher und weiteres, Permakultur, an biologischer Landwirtschaft orientierte Methoden, solidarische Landwirtschaft, regionale Einkaufsketten und Wirtschafts- und Finanzsysteme zum Wohle aller.

Vernetzung

Wir tauschen uns mit anderen Gemeinschaften aus und leben in guter Nachbarschaft vor Ort. Wir streben eine regionale Vernetzung an (z.B. mit Biobauern und regionalen Gruppen). Darüber hinaus bieten wir offene Veranstaltungen an, z.B. aus dem spirituellen oder ökologischen Bereich. Überregional vernetzen wir uns mit Gemeinschaften mit ähnlichen Ausrichtungen.

Wir stellen uns unserer globalen Verantwortung und fördern in Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe in Respekt und Achtung der Kultur vor Ort und im Einklang mit unseren Möglichkeiten.

Wir reflektieren die Auswirkungen unserer gemeinschaftlichen Beschlüsse und Handlungen. Wir möchten etwas zur Weiterentwicklung in der Gesellschaft beitragen und ein Lebensmodell schaffen, dass überlebensfähig ist.

Wir freuen uns auf weitere Menschen, die das Projekt bereichern und mit in die Verwirklichung bringen wollen.